Tesla Model S – ein Erlebnisbericht


Elektroautos Polarisieren. Die einen lehnen ein Auto das nicht „Brumm“ macht per se ab. Andere wie ich, sind begeistert.

Wer es nie probiert hat wird sich schwer tun sich zu begeistern. Noch dazu sind die meisten Stromer absolut hässlich. Wenige kaufen sich einen ZOE oder Ampera wegen des Designs. Es ist das Fahrgefühl. Elektromotoren haben neben dem Umweltschutz riesige vorteile im Fahrverhalten. Während Verbrenner das Drehmoment langsam aufbauen ist es beim E-Motor direkt ab der ersten Umdrehung da. Man braucht weder Kuppeln noch Schalten. Die Autos beschleunigen in einem Zug ohne unterbrechung. Unglaublich bequem. Und Virationslos! So fährt sich sogar ein ZOE sportlich.

Ein sehr guter Freund hat mit seinem Vater eine Geschäftsidee umgesetzt und bietet nun mehrere Stromer zur Miete an (Futuredriving). Darunter auch 2 Tesla Model S. Ich dürfte der erste Kunde sein und hab mir ein Wochenende mit dem Model S 80P gegönnt. Ich kenne den Wagen gut, habe sehr viel darüber gelesen. Und wurde nicht Enttäuscht.

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Technische Details findet ihr überall, ich möchte über das Erlebnis berichten.

Das Fahrgefühl

Diese brachialen Kickstarts die das Auto hinlegen kann, aber auch das geschmeidige und entspannte Fahren, dieses Vibrationslose und leise Fahrgefühl, dieses futuristische Bedienkonzept mit dem großen Touchscreen in der Mitte. Man muss es erlebt haben um es zu glauben. Bisherige Kritiker wie meinen Mechaniker und meinen Fleischer konnte ich mit einer Probefahrt umstimmen. Jeder stieg mit einem Grinsen aus. Keiner dachte das so etwas Möglich ist. Das Auto ist schnell, sicher, wunderschön, toll zu fahren. Und in seiner Klasse mehr als Konkurrenzfähig. Günstig im Verbrauch und je nach Land und Gesetzeslage auch in der Erhaltung.

Das Platzangebot

Den Kofferraum mal locker beim Einkaufen mit 4 Getränkekisten gefüllt und immer noch Platz für den Rest des Einkaufs. Dazu nochmal in „Frunk“ – dem Front Trunk – Platz das ich selbst noch reinpassen würde. Zwischen den Vordersitzen, wo bei Verbrennern der Schaltknauf sitzt, ist eine tiefe Ablage in die ich meine komplette Fotoausrüstung bequem platzieren kann. Kleinigkeiten in diesem Fach rutschen aber gerne hin und her (Handy z.B). Was mir abgeht, was es sogar in der Kompaktklasse schon gibt sind dinge wie Brillenfach, Fächer in der Tür oder Haltegriffe am Himmel. Auch an den Sitzen merkt man es wird Gewicht gespart (sie sind trotzdem bequem). Selbst brauch der Tesla übrigens viel Platz. Er passt gerade noch so in meine Garage

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„Tanken“

Hat man keine Drehstromdose in der Garage kann das aufladen schon mal dauern. Zum glück hab ich eine. Also auch das Getestet, auch wenn er nach 250Km noch genug Ladung für den 2. Tag hätte. Kost ja fast nix und so hat man jeden morgen ein vollgetanktes Auto. Um den Akku zu schonen schaltet die Ladeelektronik bei 80% Ladung ab. Braucht man die volle Reichweite muss man das dem Auto extra sagen. Die berühmte „Reichweitenangst“ hatte ich nie, trotz sportlicher Fahrweise.

Am 2. Abend habe ich das Auto an einer öffentlichen Tankstelle bei uns im Dorf angeschlossen. Oft sind diese sogar Gratis. Einmal angesteckt scheint sie auch im Boardcomputer auf sollte der nächste Mieter eine Tankstelle suchen.

Ausstattung

Wie bereits erwähnt merkt man ab und an das Gespart wurde (an Gewicht, nicht an Qualität). Leider fehlte dem Wagen auch so manche Ausstattung die andere Auto dieser Klasse haben (Einparkassistent, Bremsassistent, Stauassistent..). Die neueren Modelle haben da aber nachgezogen und könnten sogar autonom auf der Autobahn fahren.

Auch von der Musikanlage hab ich mir mehr erwartet.

Bedienkonzept

Die beiden Displays sind Großartig. Alle Funktionen lassen sich intuitiv steuern. Manche auch Praktisch auf das Display in den Amaturen legen wie z.B. eine Karte oder die Freisprechanlage. Beim Schlüssel drückt man einfach auf die Stelle die man Aufsperren möchte. Und vieles lässt sich auch mit einer App steuern. Dinge wie eine „Standkühlung“ im Gegensatz zur Standheizung sind mit Verbrennern schwer möglich. Der Tesla kanns.

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Farzit

Mittlerweile bin ich 3 verschiedene Model S gefahren, über 500km.

All ihr Kritiker da draußen. Traut euch und probiert es, dann könnt ihr mitreden.

Wer im Waldviertel wohnt dem kann ich gerne das bereits erwähnte Start-Up Futuredriving empfehlen.

 

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