Theorie: Datenverfügbarkeit und Datensicherung


Datenverfügbarkeit

Datenverfügbarkeit gewährleistet im Falle des durch Verschleiß möglichen technischen Versagens einzelner Speichermedien sämtliche Daten zur Verfügung zu stellen.

Technisch wird das durch Redundanz ermöglicht.

 

 

RAID

RAID-Technologie verbindet mehrere physische Festplatten oder SSD`s zu einem logischen Laufwerk. Die einfachste Form – RAID 1 – Spiegelt den Inhalt von einer Platte auf eine Zweite. Stirbt einer der beiden Platten ist noch nichts verloren. Die defekte Festplatte wird ausgetauscht und die Redundanz wiederhergestellt.

raid

Ein weiterer Vorteil ist ein Performancegewinn beim Lesen (solange beide Platten funktionieren). Denn hier kann der Controller Sektor 1  auf der ersten Festplatte und gleichzeitig Sektor 2 auf der 2. Festplatte lesen und zusammenfürhen. Theoretisch wird so die doppelte Leserate ermöglicht. Praktisch sind es meist 50-80%.

Doch es gibt auch einen Nachteil. So verliert man mindestens 50% der Kapazität. Zur Kapazitäten-erhöhung eignet sich RAID 5. Hie werden  mindestens 3 Festplatten benötigt. Auf 2 werden die Daten geschrieben und auf die 3. eine art Prüfsumme (nicht ganz korrekt), die Parität, aus dieser man beim Ausfall einer Platte die Daten wieder berechnen kann.

Im Gegensatz zur Datensicherung wird jede Änderung (z.B. gelöschte oder überschriebene Dateien) in einem Medium in Echtzeit auf das gespiegelte Medium übertragen. Dateien wiederherstellbar zu machen ist Aufgabe der Datensicherung.

Datensicherung

Im Gegensatz zur Datenverfügbarkeit erstellt die Datensicherung eine Chronologie der gesicherten Daten. Verschobene, gelöschte oder überschriebene Dokumente lassen sich so wiederherstellen.

Komplett, Inkrementell oder Differenziell

Man unterscheidet bei der Sicherung 3 Arten:

Die Komplettsicherung sichert wie der Name sagt bei jedem Vorgang die kompletten Daten. Jeden Tag wird der volle Speicherplatz benötigt.

komplett

Eine Inkrementell-Sicherung benötigt erst eine Komplettsicherung. Danach werden die Änderungen seit der letzten Sicherung in eine eigene Datei gesichert. Das spart Speicherplatz, da man Duplikate vermeidet. Nachteil bei dieser Art der Sicherung ist das sowohl die Komplettsicherung als auch alle inkrementellen Sicherungen zur Wiederherstellung benötigt werden.

inkre

Ein Kompromiss ist die Differenziell-Sicherung: Hier bauen die Sicherungen nicht auf die Vorhergehende, sondern auf die letzte Komplettsicherung auf. Es wird etwas mehr Speicherplatz benötigt als bei der Inkrementell-Sicherung doch weniger als bei täglicher Komplettsicherung. Zur Wiederherstellung einer Tagessicherung werden eine Komplettsicherung und eine Differenziell-Sicherung benötigt

.diff

 

Generationensicherung

Um eine Längere Chronologie mit möglichst wenig Medien zu erhalten empfiehlt sich die Generationensicherung

Mit 20 Medien erhält man eine einjährige Chronologie. Für jedes weitere Jahr wird nur noch ein weiteres Band benötigt

Montag bis Donnerstag wird je eine Tages-Sicherung (Sohn) erstellt. Diese Tagessicherung wird jede Woche überschrieben. Am Freitag wird eine Wochen-Sicherung (Vater), die einen Monat lang aufgehoben wird und erst danach überschrieben wird. Jeweils am Monatsletzten wird eine Monatssicherung erstellt (Großvater) die dann ein Jahr lang Aufgehoben wird.

generation

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